Erweiterte Zulassung für SVI – STS-Verifizierung in allen Assetklassen

ERM
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17. Juli 2019
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Redaktion RISIKO MANAGER

Ergänzend zur Zulassung vom 7. März als erster unabhängiger Drittpartei-Verifizierer in Europa gemäß der neuen europäischen Verbriefungs-Verordnung hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit Wirkung zum 11. Juli die Zulassung für die STS Verification International GmbH (SVI) auf alle Assetklassen und Transaktionstypen erweitert, insbesondere auch für RMBS und für ABCP-Transaktionen. Die SVI hat seit März bereits eine Reihe von Transaktionen in den Assetklassen Autokredite und Autoleasing, Konsumentenkredite und Mobilien-Leasing verifiziert.

Die Schaffung eines stabilen europäischen Verbriefungsmarkts ist ein wesentlicher Baustein zur Integration der europäischen Kapitalmärkte, und die Bereitstellung eines Rechtsrahmens für Simple, Transparent and Standardised (STS)-Verbriefungen war eins der wichtigsten Vorhaben im Rahmen der Kapitalmarktunion. Das europäische Verbriefungsrecht ist seit 1. Januar 2019 anzuwenden. Ein Kernelement des neuen Verbriefungsrechts ist die Qualitätssicherung durch aufsichtsrechtlich anerkannte Drittpartei-Verifizierer, die unabhängig von den Transaktionsbeteiligten prüfen, ob die rechtlichen Anforderungen eingehalten werden. Durch die Erweiterung der Zulassung auf RMBS, Unternehmenskredite und Handelsforderungen sowie für den Transaktionstyp Asset Backed Commercial Paper (ABCP) könne die SVI besser auf die große Nachfrage aus dem europäischen Markt für eine STS-Verifizierung in diesen Assetklassen und auf das Interesse von ABCP-Sponsoren reagieren, sagte Geschäftsführer Michael Osswald. Die SVI ist eine 100-prozentige Tochter der Frankfurter True Sale International GmbH (TSI).

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