Versicherungen für Transaktionsrisiken auf Rekordniveau

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22. Juli 2019
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Redaktion RISIKO MANAGER

Die Zahl der Versicherungen für Transaktionsrisiken bei strategischen Investoren hat im Jahr 2018 ein Rekordniveau erreicht. Mittlerweile sind Deckungssummen von mehr als 1 Mrd. US-Dollar pro Transaktion möglich. Hintergrund ist, dass sich Private-Equity- und strategische Investoren zunehmend mit Versicherungen gegen Risiken im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen (M&A) absichern.

 

Dies ist das Ergebnis des aktuellen Transactional Risk Insurance Report des Risikoberaters und Industrieversicherungsmaklers Marsh. Der Untersuchung zufolge hat die Firma im vergangenen Jahr bei 1.089 Transaktionen entsprechende Absicherungslösungen platziert – 31 Prozent mehr als 2017. Auch die Gesamtdeckungssumme der platzierten Versicherungen sei 2018 um 35 Prozent auf 36,5 Mrd. US-Dollar gestiegen, was auf Volumen und Anzahl von Transaktionen bei großen und mittelgroßen Deals zurückzuführen sei.

„Transaktionsversicherungen sind inzwischen ein etabliertes Instrument, mit dem Deal-Risiken bei Unternehmenstransaktionen abgesichert werden können. Beleg dafür ist der weitverbreitete Einsatz dieser Versicherungen bei Private-Equity- und strategischen Investoren weltweit. Der deutsche Raum ist hier keine Ausnahme“, erklärte Dr. Philipp Giessen, Leiter Private Equity und M&A bei Marsh Deutschland. „Im Vergleich zu 2017 konnten wir im Jahr 2018 die Anzahl der für deutsche Deals platzierten Policen um 43 Prozent steigern.“

In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Versicherer, die derartige Produkte für deutsche Deals anbieten, den Angaben zufolge stetig erhöht. Zudem engagierten sich Versicherer vermehrt bei Produkten zur Absicherung bekannter Risiken, die von der Deckung der klassischen W&I-Versicherung häufig ausgeschlossen seien. Besonders große Nachfrage und gesteigerte Versicherungskapazität sieht das Unternehmen bei der Deckung bekannter Steuerrisiken. (ud)

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